WARUM IST KOKAIN SO STARK SUCHT ERZEUGEND?

Foto (oben): Cordis

Von allen Drogen verursacht Kokain nach Methamphetamin1 die größte psychologische Abhängigkeit. Es löst verschiedene biochemische Vorgänge im „Vergnügungszentrum“ des Gehirns aus und verursacht eine extrem hohe Euphorie.

Der Körper gewöhnt sich innerhalb kurzer Zeit an die Droge, und so bringt dieselbe Menge Kokain bald immer weniger von dem erwarteten Vergnügen.

Tödliche Drogenkombination

Manchmal wird Kokain zusammen mit anderen Drogen genommen, wie zum Beispiel mit Beruhigungsmitteln, Amphetaminen2, Marihuana und Heroin. Solche Kombinationen vergrößern die Gefahren des Kokainkonsums erheblich. Zusätzlich zu der Wahrscheinlichkeit einer noch stärkeren Abhängigkeit – jetzt von zwei Drogen – kann man leicht auch auf eine Drogenkombination mit tödlichen Folgen stoßen.

„Ich hatte keine Zukunft mehr. Ich konnte nicht sehen, wie ich meiner Kokainabhängigkeit je entkommen könnte. Ich war verloren. Ich war auf eine seltsame Weise explosiv und konnte nicht aufhören, immer wieder Kokain zu nehmen. Ich hatte Halluzinationen, dass Käfer unter meiner Haut herumkrabbeln würden. Ich fühlte sie jedes Mal, wenn ich mir einen Schuss gab. Um sie loszuwerden, kratzte ich mich dann so lange mit meiner Spritze, bis ich blutete. Einmal blutete ich von dieser Kratzerei so stark, dass ich ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.“ – Susan

  1. 1. Methamphetamin: Ein stark Sucht erzeugendes Stimulans (Aufputschmittel), das auf das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) wirkt.
  2. 2. Amphetamine: ein Stimulans für das Zentralnervensystem, oft auch „Speed“ genannt.