Ritalin

DIE GEFÄHRLICHEN WIRKUNGEN REZEPTPFLICHTIGER STIMULANZIEN

Das amphetaminartige Methylphenidat verursacht im Körper dieselben Nebenwirkungen wie andere Formen von Speed – Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, erhöhten Puls. Größere Dosen – besonders wenn es injiziert oder geschnupft wird – haben noch ernstere Auswirkungen auf den Körper. Besonders die Überbelastung des Herzens kann verhängnisvolle Folgen haben.

Typisches Beispiel ist der Fall eines Teenagers – eines langjährigen Ritalinkonsumenten –, der beim Skateboarden einen Herzanfall erlitt und tot zusammenbrach.

Die Injektion von Ritalin hat eine weitere schwerwiegende Auswirkung auf den Körper. Die chemische Verbindung Methylphenidat löst sich in Wasser zwar vollständig auf, doch die Tabletten enthalten auch winzige Partikel wasserunlöslicher Füllstoffe. Wenn sie in den Blutstrom injiziert werden, blockieren diese festen Stoffe die kleinen Blutgefäße und verursachen schwere Schäden an Lunge und Augen.

Neben diesen Auswirkungen des Ritalins auf den Körper führt es, auch bei kurzfristiger Verwendung, zu ernsthaften emotionalen Problemen und psychischen Störungen. Halluzinationen und psychotisches Verhalten sind nicht ungewöhnlich.

Ein Wissenschaftler aus Texas stellte fest, dass Ritalinkonsum zu einem erhöhten Krebsrisiko führen kann. Seine Untersuchungen ergaben, dass jedes einzelne von 12 mit Methylphenidat behandelten Kindern genetische Abnormitäten aufwies, die ein erhöhtes Krebsrisiko bedeuteten.

Kurzzeitwirkungen

  • Appetitlosigkeit
  • Erhöhter Puls, erhöhter Blutdruck sowie Fieber
  • Erweiterte Pupillen
  • Schlafstörungen
  • Übelkeit
  • Bizarres, fahriges, manchmal gewalttätiges Verhalten
  • Halluzinationen, Erregbarkeit, Gereiztheit
  • Panik und Psychose
  • Hohe Dosen können zu Krämpfen, Anfällen und zum Tod führen

Langzeitwirkungen

  • Irreversible Schädigungen der Blutgefäße im Herzen und im Gehirn; hoher Blutdruck, der zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und zum Tod führen kann
  • Schädigungen der Leber, der Nieren und der Lunge
  • Zerstörung der Nasenschleimhäute, wenn es geschnupft wird
  • Atemprobleme, wenn es geraucht wird
  • Infektionskrankheiten und Abszesse, wenn es gespritzt wird
  • Unterernährung, Gewichtsverlust
  • Desorientierung, Apathie, verwirrte Erschöpfung
  • Starke mentale Abhängigkeit
  • Psychose
  • Depressionen
  • Gehirnschäden einschließlich Gehirnschlag und möglicherweise Epilepsie

REFERENCES


  1. Drug Enforcement Administration Fact Sheet on Prescription Drug Abuse
  2. Monitoring the Future–National Results on Adolescent Drug Use, Overview of Findings 2007, National Institute on Drug Abuse
  3. U.S. Dept of Health & Human Services, Testimony by Nora D. Volkow, MD, before the Senate Judiciary Subcommittee on Crime and Drugs, 12 Mar 2008
  4. Emergency Department Visits Involving ADHD Stimulant Medications, Substance Abuse and Mental Health Administration, 2006
  5. United Nations Office on Drugs and Crime
  6. “Millions Have Misused ADHD Stimulant Drugs, Study Says,” Shankar Vedantam, Washington Post, 25 Feb 2006
  7. “NIDA InfoFacts: Stimulant ADHD Medications—Methylphenidate and Amphetamines,” National Institute on Drug Abuse
  8. Vanderbilt University Psychology Dept.
  9. The Harvard Crimson
  10. Center for Substance Abuse Research
  11. Novartis (Ritalin description)
  12. University of Texas Medical Branch, Galveston
  13. University of Indiana Prevention Resource Center
  14. Royal Canadian Mounted Police
  15. New York University Health Center