RITALIN ALS EINSTIEG ZU STRASSENDROGEN

KURT COBAIN:
Die Rocklegende Kurt Cobain musste bereits mit 7 Jahren Ritalin nehmen. Seine Witwe, Courtney Love, war davon überzeugt, dass dies zu seinem späteren Konsum stärkerer Drogen führte. Im Jahr 1994 erschoss sich Kurt Cobain. Auch Courtney Love wurde als Kind Ritalin verschrieben: „Wenn einem schon als Kind dieses Mittel gegeben wird, das dieses [euphorische] Gefühl in einem hervorruft, was nimmt man dann erst als Erwachsener?“

Laut einer vom U.S. National Institute on Drug Abuse unterstützten Untersuchung ist unter den Konsumenten von Ritalin und ähnlichen Drogen „der Kokainmissbrauch prozentual am höchsten“.

Da sich der Körper an die Wirkung der Droge gewöhnt, kann dies den Konsumenten zu stärkeren Drogen verleiten, um dasselbe Hochgefühl zu erreichen. Sobald die Wirkung nachlässt, greifen Konsumenten auch zu stärkeren Drogen, um sich der unerwünschten Gefühle zu entledigen, aufgrund derer sie ursprünglich anfingen, Ritalin zu nehmen.

Ritalin selbst bewirkt nicht, dass eine Person nach anderen Drogen greift. Doch Folgendes kann geschehen: Menschen nehmen Drogen, um Probleme oder unangenehme Gefühle zu beseitigen. Die Drogen verschleiern das Problem für eine gewisse Zeit (während der User high ist). Aber: Wenn die Wirkung nachlässt, kehrt das Problem, der unerwünschte Zustand oder die unerwünschte Situation wieder in sein Bewusstsein zurück – und zwar stärker als zuvor. Nicht wenige Konsumenten greifen dann zu stärkeren Drogen, da Ritalin nicht mehr „funktioniert“.

Eine über einen Zeitraum von 20 Jahren an 500 Schülern durchgeführte Untersuchung ergab, dass Konsumenten von Ritalin und ähnlichen Drogen mit größerer Wahrscheinlichkeit später im Leben auch Kokain und andere Stimulanzien konsumieren werden, als Vergleichsgruppen das tun.

Laut einer im Jahr 2005 durchgeführten Untersuchung nehmen Jugendliche, die rezeptpflichtige Medikamente konsumieren, im Vergleich zu Jugendlichen, die diese Substanzen nicht konsumieren, mit 12-mal größerer Wahrscheinlichkeit später Heroin, mit 15-mal größerer Wahrscheinlichkeit Ecstasy und mit 21-mal größerer Wahrscheinlichkeit Kokain.

HÄUFIGE RECHTFERTIGUNGEN (auf die Sie nicht reinfallen sollten):

Es gibt viele Rechtfertigungen, um Medikamente auf Methylphenidatbasis zu nehmen. Man muss sie einfach als das erkennen, was sie sind: falsch!

  • „Jeder verwendet es.“
  • „Ich nehme es nur, um mehr lernen zu können.“
  • „Mein Bruder nimmt es aufgrund einer Lernstörung. Da kann es nicht so schlecht sein.“
  • „Es macht nicht abhängig.“
  • „Man kann es kontrollieren. Man braucht es nicht mehr zu verwenden, wenn man es nicht mehr will.“

Lassen Sie sich nicht irreführen, auch nicht von Ihren Freunden.