WIRKUNGEN VON KOKAIN

Was sind die kurzfristigen Wirkungen von Kokain?

Kokain verursacht kurzzeitige, intensive Hochgefühle, auf die sofort das Gegenteil folgt – eine intensive Depression, Gereiztheit und ein intensives Verlangen nach mehr Kokain. Menschen, die es oft konsumieren, essen und schlafen nicht richtig. Sie können einen stark beschleunigten Puls, Muskelkrämpfe und -zuckungen erleben. Die Droge kann bewirken, dass man Wahnvorstellungen hat, zornig oder feindselig wird oder sich ängstlich fühlt, auch dann, wenn man nicht gerade „high“ ist.

Ungeachtet dessen, wie viel und wie oft Kokain genommen wird, erhöht sich das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden oder an Atemstillstand zu sterben.

Was sind die langfristigen Wirkungen von Kokain?

Im englischen Sprachgebrauch wurde vor vielen Jahren der Ausdruck „dope fiend“ (etwa: „Drogendämon“) geprägt, was heute so viel wie „Junkie“ bedeutet, ursprünglich aber die Auswirkungen ständigen Kokainkonsums meinte. Da sich der Körper an die Droge gewöhnt, muss man immer größere Mengen konsumieren, um dasselbe High zu erleben. Fortwährender täglicher Gebrauch verursacht Schlafstörungen und Appetitverlust, man kann psychotisch werden und Halluzinationen bekommen.

Da sich Kokain auf die biochemischen Vorgänge im Gehirn auswirkt, braucht man schließlich mehr und mehr von der Droge, nur um sich „normal“ zu fühlen. Wer von Kokain abhängig ist, verliert (wie es auch bei den meisten anderen Drogen der Fall ist) das Interesse an anderen Bereichen seines Lebens.

Wenn die Wirkung von Kokain nachlässt, verursacht dies so schwere depressive Phasen, dass der Betreffende so ungefähr alles tun wird, um erneut an die Droge zu kommen – sie würde selbst vor Mord nicht zurückschrecken.

Wenn es einem Abhängigen unmöglich ist, an Kokain heranzukommen, können ihn die Depressionen buchstäblich in den Selbstmord treiben.

Kurzzeitwirkungen
  • Appetitlosigkeit
  • Erhöhter Puls und Blutdruck, erhöhte Körpertemperatur
  • Verengte periphere Blutgefäße
  • Beschleunigte Atmung
  • Erweiterte Pupillen
  • Schlafstörungen
  • Übelkeit
  • Überreizung
  • Bizarres, fahriges, manchmal gewalttätiges Verhalten
  • Halluzinationen, Erregbarkeit, Gereiztheit
  • Fühlbare halluzinatorische Empfindungen, wie zum Beispiel Käfer, die unter der Haut krabbeln
  • Starke Euphorie
  • Angst und Verfolgungswahn
  • Depressionen
  • Starkes Verlangen nach Drogen
  • Panikanfälle und psychotisches Verhalten
  • Überdosen (selbst eine einzige Überdosis) können Krämpfe, Schlaganfälle und plötzlichen Tod zur Folge haben
Kokain schädigt das Herz, die Nieren, das Gehirn und die Lunge.
Langzeitwirkungen
  • Irreversible Schäden an Herz- und Gehirnblutgefäßen 
  • Hoher Blutdruck, der zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und zum Tod führen kann
  • Leber-, Nieren- und Lungenschäden
  • Zerstörung der Nasenschleimhäute, wenn es geschnupft wird
  • Atembeschwerden, wenn es geraucht wird
  • Infektionskrankheiten und Abszesse, wenn es gespritzt wird
  • Unterernährung, Gewichtsverlust
  • Starker Zahnverfall
  • Halluzinatorische Wahrnehmungen und Empfindungen
  • Sexuelle Funktionsstörungen, Schäden an den Fortpflanzungsorganen und Unfruchtbarkeit (sowohl bei Männern als auch bei Frauen)
  • Orientierungslosigkeit, Apathie, verwirrte Erschöpfung
  • Ständige Gereiztheit und Stimmungsschwankungen
  • Zunehmend riskantes Verhalten
  • Delirium oder Psychose
  • Schwere Depressionen
  • Gewöhnung und Abhängigkeit (auch nach nur einmaligem Gebrauch)
„Fass Kokain nicht an! Ich verbrachte wegen dieser Droge zwei Jahre im Gefängnis. Als ich endlich rauskam, war das Leben so hart, dass ich wieder mit Kokain anfing. Ich kenne zehn Mädchen, die wegen dieser Droge Prostituierte wurden. Sie ist viel extremer und macht uns weit mehr herunter, als wir es je glauben würden. Wir können uns nicht vorstellen, wie sehr sie uns kaputtmacht.“ – Shawne