WIRKUNGEN VON CRACK-KOKAIN

Was sind die kurzfristigen Wirkungen von Crack?

Crack verursacht kurzzeitige, intensive Hochgefühle, auf die sofort das Gegenteil folgt – intensive Depression, Gereiztheit und ein intensives Verlangen nach mehr Crack. Wer regelmäßig Crack oder Kokain konsumiert, isst und schläft oft nicht richtig. Es kann zu stark beschleunigtem Puls, zu Muskelkrämpfen und -zuckungen kommen. Die Droge kann bewirken, dass man Wahnvorstellungen hat, zornig oder feindselig wird oder sich ängstlich fühlt, auch dann, wenn man nicht gerade high ist.

Ungeachtet dessen, wie viel und wie oft Crack genommen wird, erhöht sich das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden oder an Atemstillstand zu sterben.

Das Rauchen von Crack birgt noch andere gesundheitliche Risiken, denn oft wird Crack mit anderen chemischen Substanzen vermischt, die beim Verbrennen giftige Dämpfe entwickeln. Crack-Pfeifen sind meist sehr kurz, weil der Crack-Rauch schnell seine Wirkung verliert. Aus diesem Grund pressen Crack-Konsumenten auch ihre Lippen fest auf die sehr heiße Pfeife, was häufig zu aufgesprungenen Lippen mit Bläschen führt, den sogenannten „Crack-Lippen“.

„Ich konnte nur noch an Crack denken. Wenn jemand dann auch nur ein bisschen von dem Zeug hat, stürzt man sich sofort drauf. Es ist, als würde einem dem Hungertod nahen Menschen ein Laib Brot angeboten ...

Die Dinge spitzten sich zu, nachdem ich ein paar Wochen lang ständig geraucht hatte. Eines Tages entschied ich, dass ich genug hatte – ich konnte so nicht mehr leben, dann versuchte ich mir das Leben zu nehmen.

Ich muss versuchen zu kämpfen … Ich hoffe, dass meine Überlebensinstinkte siegen werden.“ – John

Was sind die langfristigen Wirkungen von Crack?

Zusätzlich zu den bekannten Risiken des Kokainkonsums kann es auch zu ernsten Problemen des Atemtraktes kommen wie Husten, Kurzatmigkeit, Lungenschäden und Lungenbluten.

Zu den Langzeitfolgen von Crack gehören schwere Herz-, Leber- und Nierenschäden sowie eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten.

Fortwährender täglicher Gebrauch verursacht Schlafstörungen und Appetitverlust, was zu einer Mangelernährung führt. Darüber hinaus kann der Konsum von Crack aggressives und paranoides Verhalten verursachen.

Da sich Crack auf die biochemischen Vorgänge im Gehirn auswirkt, braucht man immer mehr von der Droge, nur um sich „normal“ zu fühlen. Wer von Crack abhängig ist, verliert (wie es auch bei den meisten anderen Drogen der Fall ist) das Interesse an anderen Bereichen seines Lebens.

(Foto: mit freundlicher Genehmigung von infoImagination.org)

Wenn die Wirkung von Kokain nachlässt, verursacht dies schwere Depressionen, die nach jedem Konsum stärker werden. Sie können so ernst werden, dass der Betreffende so ungefähr alles tun wird, um erneut an die Droge zu kommen – selbst morden. Und wenn ein Abhängiger kein Crack bekommen kann, können ihn die Depressionen buchstäblich in den Selbstmord treiben.

„Ich verließ die Firma als erfolgreiche Führungskraft, hatte meinen beiden Töchtern ein Hochschulstudium ermöglicht und mir meinen Ruhestand wohlverdient. Doch die Abschiedsparty in der Firma markierte den Beginn von fünf Jahren Hölle. Hier kam ich zum ersten Mal mit Crack in Berührung. Im Verlauf der nächsten fünf Jahre verlor ich mein Zuhause, meine Frau, all meine Ersparnisse, meine Gesundheit und beinahe mein Leben. Ich verbrachte auch zwei Jahre im Gefängnis.“ – William


KÖRPERLICHE UND MENTALE WIRKUNGEN

KURZFRISTIGE WIRKUNGEN

Da Crack-Kokain geraucht wird, hat es eine viel direktere und intensivere Auswirkung als Kokain in Pulverform.

  • Appetitlosigkeit
  • Erhöhter Puls und Blutdruck, erhöhte Körpertemperatur
  • Verengte periphere Blutgefäße
  • Beschleunigte Atmung
  • Erweiterte Pupillen
  • Schlafstörungen
  • Übelkeit
  • Überreizung
  • Bizarres, fahriges, manchmal gewalttätiges Verhalten
  • Halluzinationen, Erregbarkeit, Gereiztheit
  • Fühlbare halluzinatorische Empfindungen, wie zum Beispiel Käfer, die unter der Haut krabbeln
  • Starke Euphorie
  • Angst und Verfolgungswahn
  • Depression
  • Starkes Verlangen nach Drogen
  • Panikanfälle und psychotisches Verhalten
  • Überdosen (selbst eine einzige Überdosis) können Krämpfe, Schlaganfälle und plötzlichen Tod zur Folge haben

LANGFRISTIGE WIRKUNGEN

  • Irreversible Schäden an den Blutgefäßen von Ohren und Gehirn, hoher Blutdruck, der zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und zum Tod führen kann
  • Leber-, Nieren- und Lungenschäden
  • Starke Brustschmerzen
  • Atembeschwerden
  • Infektionskrankheiten und Abszesse, falls es gespritzt wird
  • Unterernährung, Gewichtsverlust
  • Starker Zahnverfall
  • Halluzinatorische Wahrnehmungen und Empfindungen
  • Sexuelle Funktionsstörungen, Schäden an den Fortpflanzungsorganen und Unfruchtbarkeit (sowohl bei Männern als auch bei Frauen)
  • Orientierungslosigkeit, Apathie, verwirrte Erschöpfung
  • Ständige Gereiztheit und Stimmungsschwankungen
  • Zunehmend riskantes Verhalten
  • Delirium oder Psychose
  • Schwere Depressionen
  • Gewöhnung und Abhängigkeit (auch nach nur einmaligem Gebrauch)