SCHNÜFFELSTOFFE

„Ich redete tatsächlich mit ‚Gas-Kumpeln‘ (Halluzinationen), wie ich sie nannte. Einmal, als ich geschnüffelt hatte, dachte ich, mein Freund sei gestorben, weil er mir als Halluzination erschien. Ich schnüffelte nicht nur wegen der Visionen, sondern auch wegen der Gesellschaft dieser imaginären ‚Freunde‘, die zu mir kamen, wenn ich mit dem Schnüffeln anfing. Ich kämpfe nun schon seit sieben Monaten mit dieser Sucht.“  Erik

„Drei Tage lang gab mir ein Freund Klebstoff – umsonst. Am vierten Tag verlangte er Geld von mir. Mittlerweile war ich schon abhängig und musste ihm das Geld geben, um an eine Tube Klebstoff zu kommen. Ich brauchte täglich mehrere Tuben Klebstoff.“  Marty

„Es begann vor vierzehneinhalb Jahren und war ein langsamer Prozess vom Klebstoff schnüffeln, über Gas schnüffeln, zu magic mushrooms ... Dann fing ich mit Cannabis an. Ich gab mein ganzes Geld dafür aus und kaufte mir soviel davon, wie ich nur bekommen konnte. Dann war ich alt genug, um in Diskos zu gehen, wo ich anfing, Amphetamine und Ecstasy zu nehmen.

Ich begann mit Leuten herumzuhängen, die Heroin nahmen. Bald nahm ich es auch und immer mehr, bis ich süchtig wurde. Ich hatte damals keine Ahnung, welchen Schaden mir das später zufügen würde. Nämlich, dass ich eine Gefängnisstrafe nach der anderen absitzen würde, weil ich Einbrüche begangen und meine Familie bestohlen hatte. Der Schmerz und Kummer, den ich verursacht habe, war schlimmer als der materielle Schaden durch das Stehlen.“  Jamie

„Jason war bei einem Freund zuhause auf Besuch gewesen, wo er Klebstoff oder Feuerzeugbenzin geschnüffelt hatte, vielleicht auch beides. Auf dem Weg zur Schule hatte Jason immer wieder Blackouts. Schlussendlich fiel er in eine Bewusstlosigkeit, aus der er nicht mehr aufwachte. Zu dieser Zeit brachten wir ihn ins Spital, doch es war zu spät.“  Cathy, Mutter

„Morgen ist es sechs Jahre her, dass unser Sohn Justin starb. Er war sechszehn Jahre alt gewesen. Er starb an einer Überdosis Lösungsmittel, die er inhaliert hatte. Sein sinnloser Tod erschütterte alle, die ihn kannten. Justin war ein Schüler mit ausgezeichneten Leistungen, der das Leben liebte und voller Enthusiasmus war. (Er war für viele eine Quelle der Inspiration.) Niemals wird mich die Frage loslassen, ob Justin heute noch unter uns wäre, wenn er die Risiken gekannt hätte, die er einging.“  Jackie, Vater